Newsblog

Mit Phytagoras über den Blattrand geschaut!

Pflanze zwischen Tradition und Wissenschaft

Wie man den Schneeball richtig wirft

Mit der alleinigen Nutzung der Früchte ist der Alpenländler ein Exot, denn in Südasien, Osteuropa und der Neuen Welt werden Schneeballarten in erster Linie als Rindendroge verwendet. Von den sechs in der indischen Erfahrungsheilkunde beschriebenen Schneeballarten werden fünf als Rindendroge und nur eine in Form der Blätter genutzt (…)
Angesichts der wenig verlässlichen Spasmolytika der Flora alpina sollten wir den Schneeball wieder werfen lernen.

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Der Mythos vom Maiholz

Wann ist die Weide am „gesprächigsten“? Wer nach alter Tradition seine Weidenrinde gemäß dem volkstümlichen Namen „Maiholzrinde“ im Vollfrühling und damit nach der Blattentfaltung erntet, ist nach neuen Erkenntnissen der Humboldt Universität Berlin wahrscheinlich um zwei Monate zu spät am Schälen.

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Wenn der Speik spukt

„Seit ich deinen Namen kenne, Blümchen, lieb ich Dich!“, besagt ein japanischer Haiku. Heißt es nun aber Echter Baldrian, Arznei-Baldrian, Bullerjan, Dreifuß, Katzengeil oder vielleicht doch besser Mondkraut? Woher bekommen wir den „gültigen“ Namen und warum macht eine Vereinheitlichung deutscher Büchernamen Sinn?

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Veröffentlichungen

Eine Mütze voll Schlaf aus Manitus Florenreich

Ganz nach Vorbild von Morpheus, dem griechischen Gott der Träume, wählte Manitu im nordamerikanischen Florenreich einen dem Schlafmohn (Papaver somniferum L.) nahe verwandten Vertreter der Mohngewächse (Papaveraceae), um Kindern kalifornischer Indianer einen friedvollen Schlaf zu bringen. Das 1903 zur Nationalpflanze Kaliforniens gewählte „Opium der Indianer“ (Amapola de los indios) erhielt seitens der Kommission E nicht nur eine negative Monographie, sondern wurde auch zur Giftpflanze des Jahres 2016 auserkoren.

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Nachricht aus der Welt der weißen Riesen

Wer kennt heute noch die Verwendung der unterirdischen Organe des breitblättrigen Laserkrautes (Laserpitium latifolium), welche einst als „Wurzel des Weißen Enzians“ zur Kräftigung und Rekonvaleszenz über den Ladentisch der Apotheken ging? Das Beispiel der Doldenblütler zeigt jedenfalls gut, wie giftige „Ausreiser“, Fehleinschätzung und ein botanisch schwieriger Familienzugang das Verschwinden von altem Heilpflanzenwissen erheblich beschleunigt.

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Die Black Box und ihre Rheumapflanzen

Die Wirkung praktisch aller pflanzlichen Antirheumatika ist die dem Cortison grundsätzlich gegenläufig, da körpereigene Prozesse nicht eingebremst, sondern eher beschleunigt oder zu einem Richtungswechsel bewegt werden sollen. Selbst die vornehmlich analgetisch wirksame Rindendroge von Weide und Pappel besitzt eine diaphoretische (schweißtreibende) und entwässernde Komponente. Der schmerzlindernde Effekt kann hier durch Kombination mit zusätzlich „mobilisierend“ wirkender Goldrute (>Saponine, >Flavonoide) und Esche (>Hydroxycumarine) überadditiv gesteigert werden, …

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Wie heilig ist die Mariendistel eigentlich?

Nicht alles was Stacheln hat kratzt
Nicht Morgentau, sondern die Muttermilch der Heiligen Jungfrau Maria benetzte einst die Blätter einer Distel, als sie das Jesuskind
zur Brust nahm. Spätestens seit damals sind die Stängelblätter des bis zu 1,5 Meter hohen Korbblütlers aus dem Mittelmeergebiet
weiß geadert und auffällig marmoriert. Damit ist das Wunder der Mariendistel noch nicht zu Ende.

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Disclaimer

Alle Beiträge im Newsroom dienen der allgemeinen Information zu gesundheitsrelevanten Themen und sollen die Wertschätzung gegenüber Pflanzen fördern. Sie können und dürfen die ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung in keinem Fall ersetzen. Die hier bereitgestellten Informationen dürfen nicht als einzige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidunge dienen oder zum Beginn, Änderung oder Abbruch einer ärztlich verordneten Behandlung führen. Die Beiträge können Vorschläge zur eigenverantwortlichen Begleitung geringfügiger gesundheitlicher Dysbalancen in Form bewährter bzw. der Fachliteratur entnommenen Rezepten oder rezeptfrei erwerbbaren Phytotherapeutika enthalten. Etwaige Vorschläge entbinden nicht von der Pflicht, die Beipackzettel zu studieren und Rat von Ihrem Arzt oder Apotheker einzuholen. Die Beiträge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann die Aktualität und daher Richtigkeit der Angeben gewährleistet werden.